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	<title>Schauspiel Archive - Theaterlust</title>
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	<title>Schauspiel Archive - Theaterlust</title>
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		<title>DEUTSCHER</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Judith Regel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Aug 2024 10:55:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[STÜCKE 2025 2026]]></category>
		<category><![CDATA[STÜCKE 2026 2027]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspiel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Theaterfassung von JOHN VON DÜFFEL nach der gleichnamigen ZDFneo TV-Serie. Die Schneiders und die Pielckes leben in guter Nachbarschaft, Zaun an Zaun. Man hilft sich gegenseitig, grillt gemeinsam und sieht über unterschiedliche Auffassungen in politischen Fragen geflissentlich hinweg. Die beiden Söhne, David und Marvin, sind beste Freunde und Klassenkameraden. Dann kommt die Bundestagswahl bei der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Theaterfassung von JOHN VON DÜFFEL nach der gleichnamigen ZDFneo TV-Serie.</p>
<p style="font-weight: 400;">Die Schneiders und die Pielckes leben in guter Nachbarschaft, Zaun an Zaun. Man hilft sich gegenseitig, grillt gemeinsam und sieht über unterschiedliche Auffassungen in politischen Fragen geflissentlich hinweg. Die beiden Söhne, David und Marvin, sind beste Freunde und Klassenkameraden. Dann kommt die Bundestagswahl bei der die „blaue Partei“ mit deutlich rechtsnationalen Tönen nicht nur gut abschneidet, sondern tatsächlich eine knappe Mehrheit der Mandate im nächsten Bundestag erreicht. Was sich viele insgeheim erhofft, und noch mehr insgeheim als schlimmsten Albtraum befürchtet hatten, passiert: die „Alternative für Deutschland“ kann zukünftig allein regieren! „Endlich kriegen die oben mal einen Tritt in den elitären Arsch“ denken sich die einen und legen gleich noch ein paar Brocken mehr auf den deutschen Gemüts-Grill, während die anderen sich schreckensbleich die Frage stellen: „Wie konnte das passieren? Wo waren wir, als es noch zu verhindern gewesen wäre?“</p>
<p style="font-weight: 400;">Auf den Mikrokosmos dieser zwei benachbarten Familien heruntergebrochen, beschreibt DEUTSCHER den Riss, den diese angenommene politische Zäsur durch unsere Gesellschaft gehen lässt. John von Düffels Bühnenadaption der gleichnamigen vierteilige ZDFneo-Miniserie wertet nicht und klagt nicht an. Sie beobachtet. DEUTSCHER für die Bühne ist eine gesellschaftliche Versuchsanordnung, die nach der letzten, vorgezogenen Bundestagswahl im Februar 2025 näher denn je an der Realität dran ist. Ein Stück, das eigentlich schon längst auf unseren Bühnen gespielt werden müsste! Die kluge Entscheidung des Autors, in seiner Bearbeitung die beiden jüngsten Figuren, David und Marvin, in den Vordergrund zu stellen, bringt die Aufführung näher an das junge Publikum heran. Der Zustand ihrer Freundschaft ist nicht zuletzt auch ein Abbild des Zusammenhalts in unserer Gesellschaft.</p>
<p style="font-weight: 400;">Die Idee, DEUTSCHER für die Bühne zu adaptieren, entstand bereits im Sommer 2023. Mit John von Düffel, langjähriger Dramaturg am Deutschen Theater Berlin und ab September 2025 neuer Intendant des Bamberger E.T.A Hoffmann Theaters, konnte ein hochversierter Bearbeitungs-Autor für das Projekt gefunden werden. Wir von der<em> theaterlust </em>verstehen diese Produktion, die in Kooperation mit dem <strong>Apollo Theater Siegen</strong> unter der Intendanz von Markus Steinwender entstand, nicht einfach nur als ein weiteres Stück, sondern als Demokratie-Projekt. <span style="font-size: 16px;">Im Rahmen dieser Kooperation fand auch die Uraufführungs-Premiere am 23. Mai 2025 in Siegen statt. Das Theater stand uns dankenswerter Weise in den Tagen davor für die erforderlichen Endproben zur Verfügung. Diese Zeit konnte u. a. auch für Probenbesuche und Publikumsgespräche genutzt werden.  Dies sei hier explizit erwähnt, um Ideen- und Denkanstöße für eine nachhaltigere Einbettung von weiteren Aufführungen zu geben. </span>Sprechen Sie uns diesbezüglich gerne an!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>NEBENAN</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Luft]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Aug 2024 18:28:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[STÜCKE 2024 2025]]></category>
		<category><![CDATA[STÜCKE 2025 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspiel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach seinem Drehbuch zu dem gleichnamigen Film (2021 in den deutschen Kinos) von und mit Daniel Brühl. Berlin-Prenzlauer Berg. Am Ende dieses Sommertags wird nichts mehr so sein wie zuvor. Nur weiß Daniel davon noch nichts. Er ist der Protagonist eines tragikomischen Szenarios und als solcher ebenso ahnungslos wie erfolgsverwöhnt. Die Loft-Wohnung ist schick, seine [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach seinem Drehbuch zu dem gleichnamigen Film (2021 in den deutschen Kinos) von und mit Daniel Brühl.</p>
<p>Berlin-Prenzlauer Berg. Am Ende dieses Sommertags wird nichts mehr so sein wie zuvor. Nur weiß Daniel davon noch nichts. Er ist der Protagonist eines tragikomischen Szenarios und als solcher ebenso ahnungslos wie erfolgsverwöhnt. Die Loft-Wohnung ist schick, seine Ehefrau auch, die Kinder hat die Nanny im Griff. Alles flott, alles bilingual, alles bereit für den Jet-Trip zum Casting, wo für den Schauspielstar eine Rolle in einem Superheldenfilm in Aussicht steht. Als er schnell noch in der Eckkneipe einkehrt, sitzt dort Bruno. Und der hat, wie von nun an im Minutentakt durchsickert, lange auf diesen Moment gewartet. Ein Verlierer der Wiedervereinigung, Gentrifizierungsopfer in Berlin-Ex-Ost, ein Ewigübersehener nimmt Rache. Daniel ist seine Zielscheibe. Bruno weiß nicht nur über Daniels Filme, sondern auch über dessen Privatleben erstaunlich gut Bescheid. Was als harmlose Plauderei beginnt, nimmt bald zerstörerische Wendungen. Der immer so souverän wirkende Kinostar sieht sich mit gut gehüteten privaten Geheimnissen konfrontiert. Und plötzlich stehen seine Karriere und seine Ehe an einem Wendepunkt&#8230;</p>
<p>Daniel Kehlmanns Stück kombiniert messerscharfe Dialoge mit kauzigem Thekenraunen und feiert das Eckkneipen-Kammerspiel als Genre: lokal versus global, Rollkoffer-Take-Off versus Lauschangriff übers Fenster zum Hof. Die Figurenpsychologie ist perfekt, die Verbalspiralen nicht enden wollend. Eine explosive Mixtur, die an &#8222;Das Leben der Anderen&#8220; und &#8222;Enigma&#8220; erinnert!</p>
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		<title>DER GOTT DES GEMETZELS</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Luft]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Aug 2024 22:48:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[STÜCKE 2024 2025]]></category>
		<category><![CDATA[STÜCKE 2025 2026]]></category>
		<category><![CDATA[STÜCKE 2026 2027]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspiel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8220; I verstäh ned, dass du di vor andre Menschen so blamiern muast&#8220; &#8230; &#8222;Hoits Maul&#8220; DAS STÜCK Der Sohn von Alex und Annette Huber hat dem Sohn von Micha und Veronika Rey zwei Vorderzähne ausgeschlagen. Also beschließen die beiden Ehepaare, sich zu treffen und sich gütlich zu einigen. Doch das ist leichter gesagt als [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>&#8220; I verstäh ned, dass du di vor andre Menschen so blamiern muast&#8220; &#8230; &#8222;Hoits Maul&#8220;</em></strong></p>
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<p><strong>DAS STÜCK</strong><br />
Der Sohn von Alex und Annette Huber hat dem Sohn von Micha und Veronika Rey zwei Vorderzähne ausgeschlagen. Also beschließen die beiden Ehepaare, sich zu treffen und sich gütlich zu einigen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Was als versöhnliche Übereinkunft bei Clafoutis und Espresso beginnt, eskaliert zur verbalen Schlammschlacht, bei der alle Masken des zivilisierten Bürgertums fallen. &#8222;Der Gott des Gemetzels&#8220; ist eines der meist gespielten Stücke der vergangenen Jahrzehnte und wurde unter der Regie von Roman Polanski verfilmt.</p>
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<p><strong>DIE BAIRISCHE ÜBERSETZUNG<br />
</strong>Mit der Bairischen Übersetzung des Stückes stoßen zwei Theaterkulturen aufeinander: Das zeitgenössische Sprechtheater hat ein tête à tête mit dem Volkstheater. Der bairische Dialekt wird als Bühnensprache seit jeher in einem traditionellen Rahmen benutzt. Da die Kultur des Bayerischen stark und die Berührungsangst mit dem modernen Sprechtheater aus diversen Gründen groß ist, existieren beide Kulturen, von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen, nebeneinander. &#8222;Der Gott des Gemetzels&#8220; in Bairischer Übersetzung ist das verschlagene uneheliche Kind von einem Seitensprung dieser beiden Kulturen. Die Konversationskomödie bleibt erhalten, aber es wird eine Französisch-Bayrische. Der Dialekt ist so genau und intelligent, dass die Figuren nie in die Nähe des Lederhosenklischees rücken, sondern sich irgendwo zwischen Paris und Trostberg treffen: Bayern ist Paris und Paris ist Bayern. Das ist zum Teil beruhigend und zum Teil verstörend, auf jeden Fall ist es eine einfache aber mächtige Behauptung. Mit den gängigen bayerischen Klischees von gemütlicher Tradition in Lederhosen kommt man dabei nicht weit. Wollen wir auch nicht, denn diese Klischees sind bestens bekannt. Klischees eben. Die Bayerischen Figuren sind wie ihre Pariser Zwillinge in der modernen Welt beheimatet. Das Schmale, Hintergründige und Boshafte bleibt in der bairischen Übersetzung vollständig erhalten. Die Rauheit der bairischen Sprache verleiht den Figuren jedoch eine Wirkung, der man sich kaum entziehen kann.</p>
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<div class="column">
<p><strong>Die Inszenierung wurde ausgezeichnet mit dem Innovationspreis Volkskultur der Landeshauptstadt München und <a href="https://www.theaterwasserburg.de/index.php/theatertage/preistraegerinnen">dem Publikumspreis der Wasserburger Theatertage 2025</a></strong></p>
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<div class="column">
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft" src="https://theaterlust.com/wp-content/uploads/2025/10/IMG-20251014-WA0021.jpg" width="331" height="439" /></p>
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<p><strong> </strong></p>
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		<title>DIE REISE DER VERLORENEN</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mbraun]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jul 2021 12:14:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[INTHEGA Preis]]></category>
		<category><![CDATA[STÜCKE 2021 2022]]></category>
		<category><![CDATA[STÜCKE 2022 2023]]></category>
		<category><![CDATA[STÜCKE 2023 2024]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspiel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Und Sie, begnadet mit später Geburt, denken vielleicht gerade: “Wer weiß, wie ich gehandelt hätte?” Aber ich verrate Ihnen was: Wenn Sie wirklich nicht wissen, wie Sie gehandelt hätten, dann wissen Sie es schon. Dann hätten Sie so gehandelt wie ich“. Otto Schiendick, Steward auf der St. Louis Im Jahr 1939 gehen 937 Juden in [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>„Und Sie, begnadet mit später Geburt, denken vielleicht gerade:<br />
“Wer weiß, wie ich gehandelt hätte?” Aber ich verrate Ihnen was:<br />
Wenn Sie wirklich nicht wissen, wie Sie gehandelt hätten,<br />
dann wissen Sie es schon. Dann hätten Sie so gehandelt wie ich“.<br />
<em>Otto Schiendick, Steward auf der St. Louis</em></p></blockquote>
<p><strong>Im Jahr 1939 gehen 937 Juden in Hamburg an Bord der St. Louis. </strong>Sie wollen nach Kuba und von dort weiter in die USA oder andere Länder. Doch der kubanische Präsident verbietet die Einreise. Die Menschen dürfen das Schiff nicht verlassen. Die HAPAG in Hamburg protestiert. Immerhin wurden horrende Summen für Landegenehmigungen gezahlt. Die erweisen sich nun als illegal und wertlos. Die St. Louis muss den Hafen verlassen. Kapitän Gustav Schröder kämpft um seine Passagiere. Doch auch Amerika und Kanada verwehren die Einreise. Niemand auf der Welt will die jüdischen Flüchtlinge haben. Die St. Louis wird nach Hamburg zurückbeordert. Erst als Schröder gegen seine Kapitänsehre erwägt, das Schiff vor Sussex auf Grund laufen zu lassen, kommt Hilfe: Einige europäische Länder bieten jeweils einer bestimmten Quote von Juden Zuflucht. Aber Nazi-Deutschland überzieht den Kontinent mit Terror und Krieg. Die Reise der Verlorenen geht weiter.</p>
<p>Die Irrfahrt der St. Louis ist historisch verbürgt. Daniel Kehlmann bringt die Handlung in zeitübergreifender Fiktion auf die Bühne. Die aktuellen Fluchtdramen erwähnt er mit keiner Silbe. Und dennoch hat man als Zuschauer auch diese Bilder permanent vor Augen. Die Figuren treten aus dem Dialog, reflektieren ihren Charakter und verraten ihre Gedanken. Sie spielen mit dem Wissen um ihr Ende. Für die meisten ist es ein schreckliches.</p>
<p>Im November 2018 traf sich der kanadische Premier Justin Trudeau mit einer der Überlebenden der St. Louis. “Die Zeit hat Kanada nicht von seiner Schuld freigesprochen oder das Gewicht der Schande gemindert“, sagte er im Anschluss. Die Entschuldigung seines Landes sei „lange überfällig“.</p>
<p>Daniel Kehlmann hat das Stück als Auftragsarbeit für das Theater in der Josefstadt in Wien geschrieben. Dort wurde es im September 2018 uraufgeführt. Unsere Erstaufführung entstand in Co-Produktion mit dem Altonaer Theater Hamburg und hatte dort am 18. Oktober 2020 Premiere (weitere Vorstellungen bis Beginn Lockdown 01.11.20). Die erste Tournee vom 27.01. – 23.03.2021 konnte aufgrund der Corona Pandemie nicht stattfinden.</p>
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		<title>MARIE CURIE</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mbraun]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jul 2021 12:56:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[STÜCKE 2021 2022]]></category>
		<category><![CDATA[STÜCKE 2022 2023]]></category>
		<category><![CDATA[STÜCKE 2024 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspiel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Ich habe gelernt, dass der Fortschritt weder kurz noch unbeschwerlich ist. Aber er ist getragen vom Geist derer, die sich ihm verschrieben haben. Und bei aller Düsternis um uns herum: Ich glaube nicht an die Gefahr, dass der Geist des Abenteuers je aus unserer Welt verschwinden könnte. Wenn irgend etwas lebenskräftig ist, so ist es [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8222;Ich habe gelernt, dass der Fortschritt weder kurz noch unbeschwerlich ist. Aber er ist getragen vom Geist derer, die sich ihm verschrieben haben. Und bei aller Düsternis um uns herum: Ich glaube nicht an die Gefahr, dass der Geist des Abenteuers je aus unserer Welt verschwinden könnte. Wenn irgend etwas lebenskräftig ist, so ist es dieser Geist des Abenteuers, der unausrottbar scheint und sich mit der Neugier verbindet und neue Entwicklungen und Entdeckungen vorantreiben wird&#8220;. </em><strong>Marie Curie</strong><em><br />
</em></p>
<p>Sie war Europas erste Doktorin der Naturwissenschaften. Sie war Frankreichs erste Professorin. Sie war die erste Frau, die einen Nobelpreis bekam und der erste Mensch, der noch einen zweiten erhielt. Marie Curie war in vielem ihrer Zeit voraus und bahnte sich ihren Weg in die Männerwelt Wissenschaft. Als Frau bestand sie öffentlich auf ihrem Anteil an der gemeinsamen Forschung mit dem Ehemann. Als Witwe leistete sie sich eine Affäre mit einem jüngeren Mann und vermutlich eine Beziehung mit einer Frau. Und als Mutter zog sie zwei emanzipierte Töchter groß. Sie prägte eine ganze Forscherinnendynastie, die über Jahrzehnte weiterwirkte. Marie Curie, die als Maria Sklodowska am 7. November 1867 in Warschau geboren wurde, gilt bis heute als Ikone, als Vorzeigeforscherin und Kämpferin gegen Widerstände in einer von Männern dominierten Welt. Sie musste tiefe Krisen meistern. Die Schlimmste nach dem plötzlichen Unfalltod ihres Mannes Pierre. Dieser unfassbare Verlust warf sie nieder. Ausgebrannt und einsam glaubte sie, nicht mehr weiterleben zu können. Aber sie kämpfte sich immer wieder auf die Füße, arbeitete noch härter und übernahm sogar den Lehrstuhl ihres verstorbenen Mannes. Welche innere Kraft, welche unbändige Neugier auf Wissen und Forschung haben diese außergewöhnliche Frau angetrieben? Die gemeinsame Forschungsarbeit mit Pierre Curie und ihre Entdeckung des Radiums gelten bis heute als Meilensteine der chemischen Forschung. Marie Curie widmete ihr Leben der Wissenschaft, schonungslos gegen sich selbst. Forschungsergebnisse veröffentlichte das Ehepaar Curie unentgeltlich: „Désintéressé“ war für beide der moralische Kompass ihrer Arbeit. Persönlicher Gewinn war nie das Ziel, ihr Wissen sollte der Menschheit dienen. So hat es Marie auch nach dem Tod ihres Mannes bis zu ihrem eigenen Ende gehalten. An den Fronten des Ersten Weltkriegs war sie mit einem Röntgenmobil unterwegs, wollte Leben retten und musste doch soviel Tod und Elend ertragen. Marie Curie war eine engagierte Europäerin, arbeitete für den Völkerbund und setzte sich für Frieden, Freiheit und Gleichberechtigung ein. Zu verhindern, dass auch aufgrund ihrer wissenschaftlichen Erkenntnisse die fürchterlichste Waffe der Menschheit, die Atombombe, entwickelt wurde, war ihr nicht mehr vergönnt. Im Sommer 1934, am 4. Juli, endete das außergewöhnliche Leben von Marie Curie. In einem Schweizer Sanatorium erlag sie, von Strahlung geschwächt, einer &#8222;perniziösen Anämie&#8220; (Blutarmut). Albert Einstein nannte sie seine &#8222;trotzige Schwester&#8220; und würdigte sie: &#8222;Sie war von einer Stärke und Lauterkeit des Willens, von einer Härte gegen sich selbst, von einer Objektivität und Unbestechlichkeit des Urteils, die selten in einem Menschen vereinigt sind.&#8220;</p>
<p>Mit MARIE CURIE setzen wir nach dem 2. INTHEGA Preis 2018 für HILDEGARD VON BINGEN – DIE VISIONÄRIN die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Autorin Susanne Felicitas Wolf fort. Auch dieses Schauspiel erzählt wieder von einer starken Frau und ihrem bedingungslosen Leben am Limit. Und natürlich ist Anja Klawun die Schauspielerin, die dieser einzigartigen Kraft Gesicht und Stimme gibt.</p>
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		<title>EMPFÄNGER UNBEKANNT</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Victoria Raffetto Cavallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jul 2021 07:08:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[STÜCKE 2022 2023]]></category>
		<category><![CDATA[STÜCKE 2023 2024]]></category>
		<category><![CDATA[STÜCKE 2024 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspiel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Ich habe nie auf weniger Seiten ein größeres Drama gelesen. Diese Geschichte ist meisterhaft, mit unübertrefflicher Spannung gebaut &#8230; Nie wurde das zersetzende Gift des Nationalsozialismus eindringlicher beschrieben.“ Das sagt die Schriftstellerin und Literaturkritikerin  Elke Heidenreich über die Geschichte der bei- den Freunde Max und Martin, die in San Francisco gemeinsam eine Galerie betreiben, bis [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>„Ich habe nie auf weniger Seiten ein größeres Drama gelesen. Diese Geschichte ist meisterhaft, mit unübertrefflicher Spannung gebaut &#8230; Nie wurde das zersetzende Gift des Nationalsozialismus eindringlicher beschrieben.“</em></strong> Das sagt die Schriftstellerin und Literaturkritikerin  Elke Heidenreich über die Geschichte der bei- den Freunde Max und Martin, die in San Francisco gemeinsam eine Galerie betreiben, bis Martin 1932 in seine Münchner Heimat zurückkehrt.</p>
<p>Der in Amerika verbliebene Jude Max sorgt sich aufgrund der politischen Entwicklung in Deutschland um seine Schwester, die als junge Schauspielerin in Berlin arbeitet. Tatsächlich von der SA verfolgt, sucht die jüdische Frau bei Martin in München Zuflucht. Martin, mittlerweile zum Bekenner und Profiteur des neuen Regimes geworden, verweigert ihr Hilfe und löst damit eine Katastrophe aus. Daraufhin trifft sein ehemaliger Freund Max eine überraschende Entscheidung, die der Handlung eine völlig unerwartete Wendung gibt &#8230;</p>
<p>Die Inszenierung dieses Briefromans zeigt eine emotionale und fesselnde Geschichte, die ein eben- so brillantes wie zeitloses Zeichen gegen die Entstehung und Gefahren totalitärer Systeme setzt.</p>
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		<item>
		<title>MARTINUS LUTHER &#8211; ANFANG UND ENDE EINES MYTHOS</title>
		<link>https://theaterlust.com/martinus-luther-anfang-und-ende-eines-mythos/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mbraun]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Apr 2021 09:31:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[INTHEGA Preis]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspiel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Kämpfer, ein Streiter. Beseelt, kompromisslos, im schlimmsten Fall gnadenlos. Ein Berufener. Am härtesten ist er zu sich selbst. Der junge Bettelmönch Martinus, der seiner weltlichen Karriere – und wahrscheinlich wäre es eine glänzende gewesen! – abgeschworen hat, um sein Leben Gott zu weihen. Ein Gewitter ist der Moment seiner Bekehrung, ein Donnerschlag wird es [&#8230;]</p>
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<p>Ein Kämpfer, ein Streiter. Beseelt, kompromisslos, im schlimmsten Fall gnadenlos. Ein Berufener. Am härtesten ist er zu sich selbst. Der junge Bettelmönch Martinus, der seiner weltlichen Karriere – und wahrscheinlich wäre es eine glänzende gewesen! – abgeschworen hat, um sein Leben Gott zu weihen.</p>
<p>Ein Gewitter ist der Moment seiner Bekehrung, ein Donnerschlag wird es für die Welt. Der Bettelmönch Martinus, bekannter als Martin Luther, sorgte für eine der massivsten Zäsuren in der Geschichtsschreibung. Fünfhundert Jahre ist das jetzt her.</p>
<p>Ein Gewitter also, und ein Gelübde in Todesgefahr. Dann der Eintritt ins Kloster, die Abkehr von der Welt, und, das Ärgste: das Geständnis vor dem Vater. Das erste Mal, dass sich der Sohn auflehnt! Mit diesem Vater aber kann das nur zum Bruch führen. Es ist Martins erster Bruch mit der Autorität. Doch das gehört zu seinem Weg. An dessen Gipfel steht der Bruch mit der höchsten Macht, dem Papst. Der kleine Mönch Martinus, einst ein Häuflein Elend angesichts der eigenen Sündhaftigkeit, gebeutelt und erdrückt von Selbstzweifeln, fordert die größte Macht der Welt heraus, zieht grundlegende Glaubenssätze in Frage, prangert Korruption und Bigotterie der päpstlichen Kurie an, wettert gegen den Ablass. Er krempelt die Welt um, religiös wie politisch.</p>
<p>Doch hier ist sein Weg nicht zuende. Der einst junge Revolutionär wird alt, wird krank, wird fett, verhärtet und verbittert nach all den Kämpfen seines Lebens. Exkommuniziert, politisch mehr geduldet als erwünscht. Ein großer Reformator oder ein tragisch Gescheiterter? Das scheint ganz offen. Ein machtbewusster, unerbittlicher alter Mann, der buchstäblich über Leichen geht.</p>
<p>Mit einer Neuproduktion, einer Auftragsarbeit zum 500. Jahrestag der Reformation, widmet sich das  theaterlust-Team der faszinierenden Gestalt Martin Luther. „Es ist eine echte Herausforderung“, sagt John von Düffel, „Luther als historischer und geistesgeschichtlicher Größe gerecht zu werden.“ Mit von Düffel hat der Hamburger Per H. Lauke Verlag einen der bedeutendsten Vertreter der zeitgenössischen deutschsprachigen Dramatik dazu gewonnen, über den Reformator zu schreiben.</p>
<p>Wie Luther wurde was er war – und wie Luther aufhörte, Luther zu sein – so beschreibt der Autor seinen Ansatz. So entsteht ein spannendes Persönlichkeitsbild dieser großen historischen Figur. Und so lässt sich ein Bogen spannen zu dem, was wir heute an religiösem Extremismus erleben. An Luthers Beispiel erzählt der Autor die Geschichte einer Radikalisierung. Wie einer zum Hassprediger wurde, der als Gottsuchender begann. Eine Geschichte voll Faszination und Spannung, zutiefst persönlich und voll Bedeutung für die Welt von heute.</p>
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		<title>HILDEGARD VON BINGEN – DIE VISIONÄRIN</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2021 09:15:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[INTHEGA Preis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kann eine Frau Gott näher sein als jeder Mann? Kann sie Visionen empfangen, wie sie keinem Mann je zuteil geworden sind? Unmöglich. Nicht nur in der patriarchalischen Welt des Mittelalters. Und doch schien es so gewesen zu sein. Zum Ende des 11. Jahrhunderts wird in Bermersheim am Rhein ein schwächliches Mädchen mit Namen Hildegard geboren. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kann eine Frau Gott näher sein als jeder Mann? Kann sie Visionen empfangen, wie sie keinem Mann je zuteil geworden sind? Unmöglich. Nicht nur in der patriarchalischen Welt des Mittelalters. Und doch schien es so gewesen zu sein.</p>
<p>Zum Ende des 11. Jahrhunderts wird in Bermersheim am Rhein ein schwächliches Mädchen mit Namen Hildegard geboren. Als zehntes Kind adeliger Herkunft  war ihr ein gottgeweihtes Leben vorbestimmt. Niemand aber konnte ahnen, dass aus dem kränklichen Mädchen eine der bedeutendsten Frauen der Weltgeschichte werden sollte.</p>
<p>„Gottes kleine Posaune“, wie sie sich selbst nannte, blies den Großen und Größten ihrer Zeit kräftig den Marsch. Und mit ihrem unglaublichen Willen versetzte sie zwar keine Berge, aber sehr wohl Klöster. Trotz immer wiederkehrender schwerer Erkrankungen, die sie als Prüfungen betrachtete, war sie von nahezu unerschöpflicher Energie und Aufmerksamkeit für alles, was sich im Lebendigen zeigt. Ihre Visionen wurden zum Leitbild für ganze Generationen. Als Nonne, Äbtissin und Autorin von bedeutenden theologischen Werken, als Naturwissenschaftlerin, Ärztin und Komponistin  wurde sie zu einer der größten geistlichen Autoritäten des mittelalterlichen Europa.</p>
<p>Was trieb diese Frau an? Was gab ihr die Kraft, gegen alle Konventionen und Widerstände ihren Visionen zu folgen,  sich und ihrem tiefen Glauben treu zu bleiben?</p>
<p>In Zusammenarbeit mit der Autorin Susanne F. Wolf (Bühnenadaption DIE PÄPSTIN) entstand ein Schauspiel, das den Lebensweg dieser außergewöhnlichen Frau nachzeichnet: von den ersten Visionen über die Konfrontation mit den kirchlichen Instanzen und weltlichen Würdenträgern ihrer Zeit bis hin zur Erkenntnis von der Einheit der Dinge. Im Stück verschmelzen belegte biographische Wirklichkeit und – behutsam eingesetzte – fiktionale Elemente zu einem faszinierenden Ganzen. Es entsteht eine spannende thea-trale Annäherung an eine Persönlichkeit, deren Namensbedeutung Programm scheint – Hildegard: Kampf und Schutz.</p>
<p>Musik hatte für Hildegard eine ganz besondere Bedeutung: himmlische Klänge als Ausdruck höchster Harmonie, die die Menschen Gott nahe bringen. Diese Klänge werden ein zentraler Punkt des Stückes sein.</p>
<p>Eine hoch spirituelle, eine hochsensible Frau, von Beginn an Außenseiterin, stellt sich zeitlebens ihren Ängsten, Unsicherheiten und mannigfachen Herausforderungen. Hildegard überwindet Krisen und verkündet ihre – höhere –Wahrheit. Um dieser zu folgen, widerspricht sie, kritisiert und rüttelt auf, vom Klerus bis zum Kaiser.</p>
<p>Visionen, Wunderheilungen, Erkenntnisse, verzweifelte Ausbrüche: Hildegard, eine Begnadete, Begabte, Lodernde, verlangt sich und ihren Mitmenschen alles ab. Unermüdlich, ungebrochen und hingebungsvoll bis zuletzt geht sie ihren einzigartigen Weg. Ein Stück über Liebe, Glauben, Wahrheit und beeindruckende Menschlichkeit.</p>
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		<title>DIE PÄPSTIN</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2021 09:02:01 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Schauspiel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gott hat uns den Verstand ge­schenkt. Warum sollen wir ihn nicht nutzen? Gott hat uns ein Herz gege­ben. Warum sollten wir nicht lieben? Gott hat uns Geist und Hände gege­ben, um die Welt zu sehen und zu ver­bessern: So ein Geschenk verschmäht man nicht! Johanna lebt in Ingelheim am Rhein und dürfte solche Dinge gar [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Gott hat uns den Verstand ge­schenkt. Warum sollen wir ihn nicht nutzen? Gott hat uns ein Herz gege­ben. Warum sollten wir nicht lieben? Gott hat uns Geist und Hände gege­ben, um die Welt zu sehen und zu ver­bessern: So ein Geschenk verschmäht man nicht!<br />
Johanna lebt in Ingelheim am Rhein und dürfte solche Dinge gar nicht denken. Überhaupt, Denken! Im 9. Jahrhundert nach Christus hat nur die Kirche das Sagen. Niemand verlässt seinen angestammten Platz. Bildung ist nur einigen Auserwählten zugäng­lich. Frauen gelten wenig mehr als Tiere. An der Macht sind Aberglaube, Willkür, Dumpfheit und Gewalt. Und nun ausgerechnet ein Mädchen! Erdreistet sich, heraus zu wollen! Will lernen, leben, lieben! Johanna kämpft sich durch. Lernt: Latein und Grie­chisch und die Heilkunst. Liebt: den Markgrafen Gerold, einziger Freund und Beschützer ihrer Kindheit. Und überlebt: den Überfall der Normannen. Knapp. Entkommt. Verliert Gerold, den insgeheim Geliebten. Gewinnt eine drastische, alles verändernde Einsicht: Wenn sie frei leben will, wenn sie Got­tes Werk in der Welt tun will, dann kann sie das nicht als Frau. Das kann sie nur als Mann. Die Haare abgeschnitten, die Brust versteckt, das Herz auch. Als „Bruder Johannes“ geht sie ins Kloster. Und als „Bruder Johannes“ kommt sie bis nach Rom.</p>
<p>Mit seiner (ihrer!) Heilkunst ku­riert der junge „Mönch“ den schwer­kranken Papst, er wird sein Leibarzt und engster Vertrauter – und schließ­lich sitzt er selbst auf dem Heiligen Stuhl. Und er ist ein guter Papst, ein Papst des Volkes. Und glücklich noch dazu. Nun kann die alte Vision wahr werden: Frieden und Freiheit für alle! Doch dann bricht alles wieder auf. Ge­rold ist wieder da. Nie hätte Johanna das für möglich gehalten. Und die Lie­be – sie ist auch wieder da. Und mit ihr Johannas Zerreißprobe: Folgt sie ihrem Herzen – oder ihrer Berufung? Die Entscheidung bleibt aus. Denn ein Papst lebt gefährlich im Mittelalter, und eine Päpstin erst recht. Der Wechsel auf dem Heiligen Stuhl ist oft eine ge­waltsame Sache. Und eine Schwange­re auf dem Heiligen Stuhl – ein Ding der Unmöglichkeit. Auch wenn keiner davon weiß. Und jetzt beginnt Johan­nas Kampf erst richtig. Der Roman DIE PÄPSTIN von Donna W. Cross wurde in den 90er Jahren zu Recht zum Bestseller. Gab es diese Päps­tin wirklich? Oder ist sie Legende? Wie auch immer: DIE PÄPSTIN ist ein fulmi­nantes Historiendrama, die Geschichte einer großen, mutigen Frau und ihres Ringens um Selbstbestimmung und Lie­be – um eine bessere Welt. <b>theaterlust </b>bringt diese mitreißende Geschichte mit Opulenz und filmischer Dynamik, mit Videokunst und eigens für diese Pro­duktion komponierter Live-Musik auf die Bühne.</p>
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		<title>DIE WANDERHURE</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2021 08:45:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es könnte so einfach sein. Marie, Tochter eines reichen Tuchhändlers, liebt Michel. Keine gute Partie, so ein Wirtssohn, aber… Sie könnten weggehen aus Konstanz. Maries Vater allerdings hat ganz andere Pläne für seine Tochter. Die Frau von Ruppertus Splendidus soll sie werden, dem Sohn des Reichsgrafen von Keilburg. Niemals! Stolz schmettert Marie dem ungeliebten Verlobten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://theaterlust.com/die-wanderhure/">DIE WANDERHURE</a> erschien zuerst auf <a href="https://theaterlust.com">Theaterlust</a>.</p>
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<p>Es könnte so einfach sein. Marie, Tochter eines reichen Tuchhändlers, liebt Michel. Keine gute Partie, so ein Wirtssohn, aber… Sie könnten weggehen aus Konstanz. Maries Vater allerdings hat ganz andere Pläne für seine Tochter. Die Frau von Ruppertus Splendidus soll sie werden, dem Sohn des Reichsgrafen von Keilburg. Niemals! Stolz schmettert Marie dem ungeliebten Verlobten ihr Nein entgegen. Was sie nicht weiß: Sie und ihr Vater sind Opfer einer Intrige. Plötzlich wird Marie der Hurerei bezichtigt. Sie, die Unschuld selbst! Sie wird eingekerkert und vergewaltigt, kommt vors Kirchengericht, beteuert und fleht vergeblich. Ihr Vater, der sie schützen will, wird ermordet, Marie am Schandpfahl fast totgeschlagen und dann aus der Stadt gejagt. Aber der Mensch ist ein zähes Wesen. Marie überlebt und schwört Rache. Nichts wird sie davon abbringen, die, die ihr Leben zerstört haben, zu stellen und zu vernichten. Doch sie – eben noch die ehrbare Bürgerstochter – ist entrechtet und ohne Heimat. Nur als Prostituierte kann sie sich durchbringen, als „Hübschlerin“, als Wanderhure. Aber als Hure hat sie auch Macht – wenn sie geschickt ist. Und alle ihre Gaben nutzt, ihre Schönheit, ihre Intelligenz und ihren Mut der Verzweiflung. Marie hat nichts mehr. Jetzt will sie Macht und Rache. Wird sie beides bekommen? Hat sie überhaupt eine Chance?</p>
<p>Schon immer waren Frauen mit Repression, Entrechtung und sexueller Gewalt konfrontiert. Maries heroischer Kampf gegen diese haarsträubende Ungerechtigkeit macht ihre Geschichte so spannend: ein opulentes mittelalterliches Sittengemälde um eine starke, faszinierende Frau und gleichzeitig ein hochaktueller Krimi voll aufwühlender Leidenschaft.<br />
Die Verfilmung der WANDERHURE begeisterte rund 10 Millionen Fernsehzuschauer. Die Uraufführung der Bühnenadaption war die Erfolgsproduktion des Bad Hersfelder Festspielsommers 2014. Und die exklusive theaterlust-Tourneefassung geht mit Anja Klawun in der Titelrolle im Frühjahr 2018 zum dritten Mal auf Tournee.</p>
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