EMPFÄNGER UNBEKANNT

(adress unknown)

Schauspiel von Katherine Kressmann Taylor

Deutsch von Heidi Zerning

TOURNEE 
GASTSPIELE

Premiere am 24. Juni 2022 im Kleinen Theater Bonn

Ganze Spielzeit auf Anfrage

STÜCK 
INFO

Besetzung
Axel Pape
Rainer Appel

Regie
Axel Pape

Kostüm
Gioia Raspé

Aufführungsrechte
Per H. Lauke Verlag, Hamburg

Eine Kooperation mit Axel Pape Gastspiele

AUFFÜHRUNGS 
PREIS

3.350 EUR*
+ 10 Tantieme, Gema, KSA (keine AVA, PTA)

*Honorare für CH-Gastspiele und Inseln abweichend.
*ggf. Honoraranpassung ab der Spielzeit 23/24 wegen gestiegener Energiekosten.

DOKUMENTE 
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EMPFÄNGER UNBEKANNT 
ENSEMBLE
Axel Pape_EU
Axel Pape
Rainer Appel_EU
Rainer Appel
EMPFÄNGER UNBEKANNT 
INHALT

Die beiden Freunde Max Eisenstein und Martin Schulze haben in San Francisco eine erfolgreiche Kunstgalerie betrieben bis Martin 1932 mit seiner jungen Familie nach Deutschland zurückkehrt. Die beiden Männer unterhalten fortan einen intensiven Briefwechsel, der ihre familiäre Freundschaft und ihren weltoffenen, liberalen Geist spiegelt.
Während Martin in seiner alten Heimat München mehr und mehr gesellschaftliche Wurzeln schlägt und beginnt, sich mit dem neuen politischen System anzufreunden, macht sich der Jude Max in Amerika Sorgen über die Entwicklungen in Deutschland. Er fürchtet vor allem um seine junge Schwester Gisela, die als Schauspielerin in Berlin arbeitet.
Eines Tages erhält Max einen an seine Schwester in Deutschland geschriebenen Brief mit dem Vermerk zurück: EMPFÄNGER UNBEKANNT – für ihn ein alarmierendes Zeichen.
In Sorge um die Schwester bittet er seinen Freund Martin in Deutschland verzweifelt um Hilfe: tatsächlich wird die junge jüdische Frau von der SA verfolgt und sucht bei Martin Zuflucht. Aber Martin – inzwischen dem neuen politischen System der Nationalsozialisten euphorisch zugetan- verlangt, dass der Briefwechsel der ehemaligen Freunde zu enden hat. Da Briefe aus dem Ausland durch staatliche Organe kontrolliert und zensiert werden, könne und wolle er sich verständlicherweise keinen Kontakt mehr zu einem Juden leisten und damit eine Gefahr für sich und seine Familie heraufbeschwören.
Da trifft Max eine überraschende Entscheidung und das Schicksal der ehemaligen Freunde nimmt eine unerwartete Wendung…

Dieses „Letter-Drama“ wurde 1938 erstmals veröffentlicht und erregte sogleich ungeheures Aufsehen. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt hat der fiktive Briefwechsel das zersetzende Gift des Nationalsozialismus erzählerisch dargestellt. Die späte Veröffentlichung in Deutschland im Jahre 2000 kam einer literarischen Sensation gleich.

„EMPFÄNGER UNBEKANNT ist ein spannendes Stück Zeitgeschichte und eine zeitlose Parabel von erschreckender Aktualität. Es zeigt, wie das zersetzende Gift autoritärer Systeme in Gesellschaften eindringt – und welche gewaltsamen Konsequenzen damit verbunden sind.
Der Mikrokosmos der beiden Freunde Max und Martin bildet dabei eine Metapher für Gesellschaft. Eine Gesellschaft, die vom Virus eines totalitären Systems angegriffen und befallen wird. Dadurch dass die Geschichte in Form eines Briefwechsels erzählt wird, ist man einerseits, als stiller Eingeweihter, immer sehr nah und unmittelbar am Geschehen, andererseits werden die Vorgänge und Zusammenhänge durch die Distanz der Form umso durchschaubarer und klarer sichtbar.
Das ist für mich die Besonderheit und große Qualität dieses Stoffes. Die Geschichte entwickelt eine unausweichliche Spannung, wartet mit einer ebenso überraschenden wie lakonischen Wendung auf und hat an aktueller Relevanz nichts verloren – ganz im Gegenteil.“
Axel Pape

STÜCK 
AUTOR/EN

Die Schriftstellerin und Journalistin Katherine Kressmann Taylor wurde 1903 in Portland, Oregon geboren. Empfänger unbekannt (Address Unknown) gilt als ihr bekanntestes Werk. 1939 wurde die Geschichte als Buch veröffentlicht, erreichte eine Auflage von 50.000 Stück in den USA und wurde in Deutschland verboten. 1995, anlässlich der 50-jährigen Befreiung der Vernichtungslager Auschwitz, wurde das Buch im Story Press Books Verlag wieder aufgelegt; diese ist bis dato die letzte englischsprachige Ausgabe. Das Buch wurde ein internationaler Erfolg und in 15 Sprachen übersetzt, allein in Frankreich wurden 600.000 Exemplare verkauft. 2001 erschien schließlich auch eine deutsche Version, die ebenfalls auf den Bestsellerlisten landete. Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus war eine prägende Beschäftigung in ihrem Leben, das sie auch immer wieder in Europa verbrachte. 1996 verstarb sie in Minneapolis.

 

SZENENFOTOS 
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PRESSE 
REZENSIONEN

„Eine lakonisch-perfekte Brieferzählung erreicht 63 Jahre nach dem amerikanischen Original endlich die Leser in Deutschland“ (DER SPIEGEL)

Ein Lehrstück, das Frisch’s «Andorra» in den Schulen begleiten könnte.“ (DIE ZEIT)

(Diese Zitate beschreiben den Inhalt und stehen nicht im Zusammenhang mit der noch zu erstellenden Eigenproduktion des Kollegen Axel Pape)

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